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Martin Philadelphy

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MARTIN PHILADELPHY- "Trensch"

Seit Jahr(zehnt)en sucht sich die überbordende musikalische Kreativität des Martin Philadelphy neue Ausdrucksformen. Der 93/94 von Tirol nach Wien übersiedelte Musiker ist dabei mit einer so ausgeprägten Workethic und einem unverrückbaren, tätigen Vertrauen in das Prinzip Selbstmanagement gesegnet, dass sich diese Kreativität in einer eindrucksvollen Diskographie und einer ebenso eindrucksvollen, ausufernden Konzerttätigkeit, die nicht und noch nie bei den Stadtgrenzen Wiens Halt macht manifestiert. Der Motor all dessen ist Martins grenzenlose Liebe zur Musik in all ihren Formen. „80er Pop, Elvis, Hippie-Woodstock-Rock, Calypso, Afro, Brasil, Reggae, Dub, Italo-Pop, Songwriting und Jazz“ versucht er sich an einer Liste des stilistischen Spektrums der Klänge, die zwischen seinen Ohren seit der Kindheit Welten entstehen haben lassen. Nicht zu vergessen Frank Zappa, der ihn inspirierte das eigene Klang-Rebellentum mit Gitarre und Stimme auszuleben.

„Trensch“ ist sein 26. Album, aufgenommen im Juni 2011 in Wien mit den Musikern Chris Janka (Bass) und dem portugiesischen Schlagzeuger Gustavo Costa – ergänzt um Helge Hinteregger (Electronics, Throught Mic) bildet dieses Line-Up die Improvisations-Formation Missing Dog Head. „Trench“, das sind 13 von Martin Philadelphy komponierte und arrangierte Stücke. 8 instrumentale Stücke, 5 gesungen. Die Lyrics stammen von Hollace Metzger, einer in Paris lebenden, aus den USA stammenden Architektin, bildenden Künstlerin und Schriftstellerin („Know Not“, „Pressed Flower“) und der New Yorker Sängerin, Künstlerin und Schriftstellerin Jane Le Croy („Use Paper“, „She´s Our Life“ und „Clouds“). Martin Philadelphy setzt damit eine Tradition fort, die er für sich mit der Vertonung von Gedichten des deutschen Schriftstellers Robert Gernhardt (CD „Ein Glück“, 2008) begonnen hat. Als Textmaterial seiner Songs, als die Worte, die er singt Texte zu verwenden, die ihm andere Menschen „aus der Seele schreiben“. In einer Stimmigkeit und Form, die er selber – mit Worten – nicht erreicht. Es spricht für das Vertrauen, das Martin Philadelphy bei seinen künstlerischen Partnerinnen genießt, dass ihm diese selbstverständlich die Freiheit zugestehen, Worte wegzulassen oder zu ergänzen.

Musikalisch entstand das Material von „Trensch“ beim Spielen zur Loopmaschine, als Ansatz schwang mit, wie viel während eines „starren“ Loops (oder „Radls“) eigentlich verändert, anders gespielt werden kann, sozusagen die Freiheit in der Form. Die so entstandenen Stücke zeigte Martin Philadelphy unmittelbar vor der Aufnahme, die einen Tag in Anspruch nahm seinen Mitmusikern, betonte kurz Dynamiken und spezielle Einsätze, schnappte sich die Rhythmusgitarre und schon wurde „Trensch“ eingespielt, mit zusätzlicher Gitarren- und Stimmarbeit danach. Wohl weiß Martin Philadelphy, der 2011 seinen 40. Geburtstag feiert als Musiker immer genauer, was er will, was aber bei diesem Prozess zwischen Improvisation und Komposition die Frage offen ließ, was tatsächlich aufgeht. Martin wusste, dass er bei „Trensch“ angekommen war, als es beim Playback so klang, als würde eine Band spielen, die früher viel und intensiv gemeinsam gemacht hatte und sich nun nach einer langen Pause aus der Erinnerung, aus dem Moment an seinen Lieblingsstücken versucht – und dabei eine höllisch gute Zeit hat. Eine höllisch gute Zeit?

Wenn Martin Philadelphy von sich sagt „ich bin halt ein Downbeatler“ und das Wort „Entschleunigung“ in den Mund nimmt, dann sind das zwei Zugänge, die „Trensch“ prägen, dessen Titel der Musiker vom Wort „Tränzen“ ableitet. Wobei der Platz ist für prägnante, kompakte Stücke wie „Clouds“ oder „Pressed Flower“, denen mäandernde Instrumentals wie das 7-minütige „Mos“, eine Hommage an den viel zu früh verstorbenen Musikmenschen Christoph Moser faszinierende Kontraste liefern – die bei aufmerksamen Hören ihrerseits unaufgeregten Schönheiten, melodiöse/harmonische „Hitqualitäten“ entfalten, nicht zuletzt als raumfüllende Soundtracks zu einem entspannten Wegdriften der Wahrnehmung.

Der „Klangrebell“ Martin Philadelphy hat sich gefunden und legt mit „Trensch“ (abermals) ein Album vor, dessen ausgereifte, entspannte Musikalität einen schlicht Staunen macht - wenn mensch diese Kulturtechnik noch beherrscht.


Das Album "Trensch" wird am 07.10.2011 veröffentlicht.

  Martin Philadelphy -
"Trensch"

Delphy Rekords
Vertrieb: Rough Trade

VÖ GSA : 07.10.2011

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PRESSETEXT "Trensch"
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Audio Sample, "Stark"
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Audio Sample, "Pressed Flower"
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Audio Sample, "Clouds"
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::MARTIN PHILADELPHY::
::Album: "Trensch" ::
VÖ: 07.10.2011
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Martin Philadelphy